Geführte Wanderungen in Mamer
Geführte Wanderungen in und um Mamer sind möglich zu folgenden Themen:
Tour 1: Das gallo-römische Mamer
Die gallo-römische Siedlung von Mamer-Bartringe/Tossenberg), Besuch der Überreste der Bäderanlage, des gallo-römisches Vicus und der Römerstrasse Reims-Trier.
Tour 2: Mamer: Dorfentwicklung
Frühe Dorfentwicklung seit dem 1. Jh., Mamer im Mittelalter, Herrschaft und Schloss, die Folgebauten der ältesten Vogteien, Pfarrkirche, Kreuze und Kapellen.
Tour 3: Die Mühlen im «Gaaschtgrund»
Wanderung entlang der Mamer zu den 4 Mühlen im «Gaaschtgrund», einem Teil des Mamertals, Mühlengeschichte.
Tour 4: Das Tal der Kehlbach
Wanderung im wild-romantischen Kehlbachtal.
Tour 5: Das Plateau des „Juckelsbusch“ und das Umfeld des gallo-römischen Vicus von Mamer.
Mehrtausendjährige Siedlungsspuren von der Steinzeit bis zu den Kohlemeilern der Neuzeit, prähistorischer Abschnittswall und Tumulus, St. Katharinenhäuschen, ein strategischer Punkt an der Römerstrasse Reims-Trier.
Tour 6: Die Mamer Pfarrkirche.
Die Mamer Pfarrkirche, zum ersten Mal im Jahre 960 erwähnt, besitzt eine bewegte Geschichte sowie ein beachtenswertes Barockmobiliar, das komplette restauriert wurde.
Details zu den verschiedenen Wanderungen finden Sie hier.
Zum Stand der aktuellen Projekte auf mambra.lu
1) Zeitungsartikel von 1848-1950
Die von der Nationalbibliothek eingescannten Zeitungen “Luxemburger Wort” und “Tageblatt” bieten die Möglichkeit, alle in diesem Zeitraum veröffentlichten Artikel über Mamer, Holzem und Capellen in einem Blog “Mamer in der Neuzeit” zu veröffentlichen.
Die Arbeiten schreiten langsamer voran als geplant, da fast alle Artikel, welche maschinell von einem Texterkennungsprogramm erfasst wurden, noch von Hand bearbeitet werden müssen. Auch müssen mehrere Suchvorgänge vorgenommen werden. Artikel über Mamer z. B. finden sich nicht nur unter der Stichwortsuche “Mamer“, sondern auch unter “Marner“, “Manier“, “Marmor“, usw. Dasselbe gilt auch für die Recherchen über Holzem und Capellen.
Des weiteren ist vorgesehen, die Zeitungsartikel mit anderen Dokumenten sowie Fotos zu ergänzen. Aktuell (4. Juli 2011) umfasst die Datenbank rund 1500 Artikel.
Mehr hierzu auf: Die Gemeinde Mamer in der Neuzeit (19. Jahrhundert bis Gegenwart).
Nachdem ältere Katasterkarten sowie die sog. “Ferrariskarte” als Overlay in Google Earth eingelesen und positioniert wurden, wurde versucht, auch die alten Fluren mittels Geodaten zu lokalisieren. Diese Arbeit ist (fast) abgeschlossen und steht zum Download bereit. Im Moment wird an der Deutung der einzelnen Flurnamen gearbeitet. Diese Arbeit ist langwierig, da auf ältere Werke – besonders zum Thema alt- und mittelhochdeutsche Sprache - zugegriffen werden muss. Erforderlich sind auch mehrfach Flurbegehungen, um z. B. verschwundene Weiher, Senken, usw. aufzufinden. Zum Auffinden neuer “alter” Flurnamen werden ebenfalls die notariellen Versteigerungsprotokolle miteinbezogen. Zum Abschluss noch einmal der schon bekannte Satz: “Sollten Sie an der Mitarbeit an einem der Projekte interessiert sein oder Dokumente, Fotos, Filme, usw. über Mamer besitzen, die Sie auf mambra.lu veröffentlichen wollen sowie der “Mamer Geschicht ASBL” zwecks Archivierung zur Verfügung stellen wollen, so melden Sie sich bitte hier oder bei einem Mitglied des Vorstandes der “Mamer Geschicht ASBL“. Jos Thiel.2) Flur- und Ortsnamen der Gemeinde Mamer
3) Videoprojekte
4) Veröffentlichung von älteren Urkunden und Dokumenten
Noch mehr alte Steine …
Dem Islam sei Dank – jetzt sind sie wieder aufgetaucht die Originalsteine des Mamer Schlosses.
Kürzlich begannen die Terrassierungsarbeiten zum Bau der Moschee des “Centre Islamique” in Mamer/Tossenberg auf dem Gelände der alten Mülldeponie bei der Mamer, am Ortsausgang an der Straße von Mamer nach Kopstal.
Nachdem eine ganze Anzahl schöner alter Pappeln abgeholzt und weggeräumt waren, erstrahlte die alte Müllhalde wieder in ihrer ganzen Schönheit und gab ein Geheimnis preis, von dem kaum jemand noch wusste.
Es sind ja bloss alte Steine …
Und wieder hat sich ein größerer Teil der gallo-römischen Siedlung von Mamer-Tossenberg sang- und klanglos verabschiedet. Nicht wie das anderenorts oft der Fall ist, klammheimlich, sonder unter den Augen der Öffentlichkeit fiel wieder ein Teil des vicus dem Bagger zum Opfer – diesmal im Zuge der Anlage von Zufahrtsstraßen zu der im Bau befindlichen Europaschule.
Keinen scheint es gestört zu haben – weder die staatlichen noch die kommunale Stellen. Auch das breite Publikum schaut bloß zu und merkt nicht, dass hier fast 2ooojähriges Kulturerbe “einfach so” verschwindet. Wie sollte es auch? Mangel an Information und Kommunikation? Oder pures Desinteresse? Schlimmer sind doch die Verkehrsbehinderungen, der Staub, der verlängerte Weg zum nationalen Einkaufszentrum.
Von keiner Seite wurden auch nur andeutungsweise Anstrengungen erbracht, wenigstens einen Teil der historischen Bausubstanz in die geplante Infrastruktur zu integrieren. Schon während des Baues des Mamer Lycée sollte dies geschehen (versprach die damalige Kulturministerin); ist es aber nicht.
Das Nationale Museum für Geschichte und Kunst schweigt, das Kulturministerium schweigt, die Gemeinden von Mamer und Bartringen schweigen. Irgendwie scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein, dass man die Überreste der römerzeitlichen Ansiedlung auf dem Tossenberg wie gefährlichen Müll entsorgt. “Ni vu ni connu“.
“Es wurden doch Ausgrabungen gemacht.” Ja, einige Euros an Steuergeldern wurden hier für wissenschaftliche Grabungen und Nachforschungen investiert – das Museum ist wieder reicher geworden an Funden, Aufzeichnungen, Plänen. Kann man denn jetzt darauf hoffen, dass die Resultat der Grabungen auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden oder geht das uns wieder einmal nichts an, was hier entdeckt wurde? Dass das Verhältnis zwischen Museum und Mamer Gemeinde nicht das Allerbeste ist, ist ja mittlerweile bekannt. Auch wenn es nicht die große Liebe ist, so wollen wir, das einfache Volk, doch nicht bestraft werden und meinen – nicht nur wegen der Steuergelder – Anspruch darauf zu haben, zu wissen, was die Ausgrabungen erbracht haben. Wie man hört soll es ja Ausgrabungen geben, wo es “Tage der offenen Tür”, Führungen und dergleichen gibt. Z. B. in Gasperich (dieselbe Verwaltung, andere Mitarbeiter). Aber nicht in Mamer! Dazu ist es ja jetzt auch zu spät. Seufzer der Erleichterung seitens des Museums?
Bis auf weiteres können wir uns ja trösten mit den älteren Publikationen und verbleiben, wie gewohnt, auf dem Wissensstand von 1973.

Fundamente eines Hauses des Vicus von Mamer dicht an der Römerstrasse von Reims nach Trier - jetzt zugeschüttet infolge der Bauarbeiten.
Aber was soll die Aufregung, ein Teil (ab jetzt der Rest) des gallo-römischen vicus, mit dem Tempelbezirk, liegt ja noch unter der Erde? Ja, Gottseidank, seit Jahrhunderten unberührt. Und nun wäre es so langsam an der Zeit, für diesen Bereich Maßnahmen zu treffen, ihn in vollem Masse zu schützen damit nicht eines Tages von einer der wenigen gallo-römischen Siedlungen in Luxemburg noch 0% erhalten sind.
Ein erster wichtiger Schritt wäre es, das gesamte Areal unter Denkmalschutz zu stellen (wo das ist und um welche Fläche es sich herbei handelt ist den zuständigen Stellen bekannt). Es wäre doch schön wenn dies in einem Gemeinderats-Wahljahr geschehen könnte.
Gründung eines lokalen Geschichtsvereins in Mamer
<<< version française ci-dessous >>>
In der Gemeinde Mamer wird unter dem Namen “MAMER GESCHICHT a.s.b.l.” offiziell ein lokaler Geschichtsverein gegründet werden.
Am 26. Januar 2010 stellten die Initiatoren das Projekt in einem Gespräch mit Bürgermeister Gilles Roth vor und fanden dabei die volle Unterstützung seitens der Gemeindeverwaltung. Da die Arbeit des Geschichtsvereins einen ständigen Dialog mit der Gemeindeverwaltung und ihren Diensten erfordert, wird auch ein Vertreter der Gemeinde einen ständigen Sitz in dem noch zu ernennenden Verwaltungsrat erhalten. Die Vereinigung wird ihren Sitz im “Mamer Schlass” erhalten.
Auch auf Mamer TV wird ab dem 15. März dieses Jahres monatlich ein Teil der Sendezeit historischen Themen vorbehalten sein. Die Gestaltung der Beiträge wird von der “Mamer Geschicht a.s.b.l.”, in Zusammenarbeit mit dem Produzenten der Sendung, übernommen.
Im Vorfeld der offiziellen Gründungsversammlung, welche am 8. April 2010 im “Mamer Schlass” stattfinden wird möchten die Initiatoren des Projektes Sie aber bereits jetzt herzlichst dazu einladen, sich als Mitglied einzuschreiben.
Das Einschreibeformular finden Sie hier.
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CONSTITUTION D’UNE ASSOCIATION D’HISTOIRE LOCALE
A MAMER
Une association d’histoire locale sera officiellement créée sous le nom de “MAMER GESCHICHT a.s.b.l.”
Le 26 janvier 2010, les initiateurs présentaient leur projet lors d’une entrevue avec le bourgmestre Gilles Roth et peuvent compter sur le soutien de l’administration communale. Comme les travaux d’une association d’histoire locale exigent un dialogue constant avec les services communaux, un siège dans le futur conseil d’administration de l’association sera reservé à un représentant de la commune. L’association aura son siège au “Mamer Schlass.”
Mamer TV consacrera également, à partir du 15 mars de cette année, un partie de son émission à des sujets traitant de l’histoire locale. La réalisation de cette partie sera assurée par l’association “Mamer Geschicht a.s.b.l.”, en collaboration avec le producteur dde l’émission.
Dans l’attente de la réunion constituante de l’association, laquelle aura lieu le 8 avril 2010 au “Mamer Schlass”, les initiateurs du projet aimeraient déjà vous inviter de vous inscrire dès maintenant comme membre de “MAMER GESCHICHT a.s.b.l.”
Vous trouvez le formulaire d’inscription içi.
Graffitis an der Mamer Autobahnbrücke
Unter der Autobahnbrücke beim Campingfeld in Mamer befindet sich seit Jahren eine permanente Open-Air Graffiti Austellung, die laufend eweitert wird.
Der Eintritt ist frei, die ausgestellten Werke sind nicht käuflich zu erwerben. Leider sind auch keine Biographien der Künstler hinterlegt.
Bilder ansehen auf Picasa Web Album
Grabung am Tossenberg-”Hédeschlass”
Nach über 40 Jahren wird nun wieder an dieser Stelle gegraben.
Nachdem die im Jahre 1968 freigelegten Mauern des “Hédenschlass” durch dichten Bewuchs vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen blieben und fast in Vergessenheit gerieten, wird nun im Zuge der Grabung entlang der Zufahrtswege zur Europaschule das Gebäude komplett vermessen und ausgegraben.Die Grabungen werden von Véronique Biver vom Staatsmuseum geleitet.
Auch ein Teil der Römerstraße Reims-Trier konnte hier erfasst werden, welche in nächster Nähe der Gebäudeüberreste liegt, bevor sie nach NO in Richtung Bartringen abdreht.
Neue Seiten: Eine römische Ziegelei zwischen Mamer und Capellen
Eine römische Ziegelei zwischen Mamer und Capellen
Notgrabung der “D’Goerges Kayser Altertumsfuerscher” im Parc d’activités “Hiereboesch“
2002-2003 und 2008
Bereits Anfang der siebziger Jahre war Pfarrer Kayser bei Erdaushubarbeiten im “Hiereboesch” bei Capellen auf römische Dachziegel aufmerksam geworden und man kam zu der Annahme, hier habe in römischer Zeit eine Ziegelmanufaktur gestanden.
Die Grabungen von 2002/2003 und 2008 sollten diese Annahme bestätigen. Ein hervorragender erhaltener Ziegelbrennofen aus dem 4. Jh. n. Chr. wurde ausgegraben; in seiner näheren Umgebung befand sich ein weiterer, schlecht erhaltener 2. Ofen sowie eine kleine Portikusvilla.
Bei dieser Gelegenheit konnte auch die römische Fernstraße von Reims nach Trier auf einer Länge von 100m freigelegt und dokumentiert werden.
Die Römerstrasse Reims-Trier
Die Publikation der Beschreibung der Römerstrasse von Reims nach Trier hat begonnen. Gewusst ist, dass der gallo-römische vicus von Mamer an dieser Strasse liegt – es erschien uns aber sinnvoll, nicht nur eine lokale Beschreibung dieser Strasse zu geben, sondern die Strasse in ihrer Gesamtheit zu sehen.



















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