Neue Seiten zur MAMER KIRCHE und PFARREI

ÜBERSICHT


Die Mamer Pfarrkirche

Von den Anfängen bis zum Neubau von 1541

Wie die erste Kirche ausgesehen hat kann nur vermutet werden. Erst im 16. Jh. erfahren wir Näheres über die Mamer Kirche: im Namen der Pfarrkinder von Mamer verklagten 1541 Stephan von Mamer und Peter Trippaert von Holzem den Zehntherrn Christoph Hoecklin, Herr zu Bartringen, “wegen der ganz baufälligen Pfarrkirche von Mamer“.

Neu- und Umbauten bis 1931

1640 war die Kirche wiederum in einem derart schlechten Zustand, dass die Pfarrgemeinde erneut beim Provinzialrat Klage erhob. 1717 wurden die Zehntherren wiederum von den Einwohnern der Pfarrei, “zu einer gründlichen Instandsetzung der verfallenen Kirche aufgefordert“. Als Notstandsarbeiten genehmigte der Gemeinderat am 24. November 1842 den Plan des Architekten Jean François Eydt, der eine Verlängerung der Kirche nach Osten und den Bau eines zweiten Glockenturmes vorsah. Am 17. Oktober 1930 hatte der Gemeinderat einen erneuten Umbau der Kirche beschlossen. Von den vorliegenden Projekten, von denen eines einen vollständigen Neubau vorsah, wurde der Plan des Architekten Jentgen aus Luxemburg angenommen; zugleich sollte ein ein großer öffentlicher Platz vor der Kirche geschaffen werden.

Der Umbau von 1931/32

“Ihr Traum mag schön sein, aber der Wirklichkeitssinn der Mamer Steuerzahler wird ihnen einen kleinen Strich durch die große Rechnung machen. Wenn auch im Gemeinderate, durch ein Ueberraschungsvotum mit 5 gegen 4 Stimmen, der Bau beschlossen wurde, so hoffen die Steuerzahler, daß es für das Votum der nötigen Kredite sich keine 5 Dumme mehr finden werden.”

Die Glocken

“Gemeinderat Trausch protestiert gegen die Anwendung von zweierlei Behandlung bei Begräbnissen. Es war bis jetzt Gebrauch, dass die Glocken während dem Begräbnisse läuteten. Vor kurzem wurde eine arme Frau zu Grabe getragen, wo dies jedoch nicht der Fall war, obschon das elektrische Glockenspiel funktionierte. Die Reklamation wird weitergeleitet.”


Der Innenraum der Pfarrkirche

Das restaurierte Mobiliar der Mamer Pfarrkirche macht sie zu einem Juwel spätbarocker Landkirchenkunst und gilt als ein Meisterwerk des Bildschnitzers Nicolas Greeff (Sohn) aus Altwies. Dieses wertvolle Kirchenmobiliar, das 1723-38 für die 1721/23 umgebaute Kirche geschaffen worden war, war im Laufe der Zeit – während immerhin zwei Jahrhunderten! – gelegentlich durch neue Farbanstriche “aufgefrischt” worden, wobei die Farbenpalette jeweils dem gerade geltenden Zeitgeschmack angepasst wurde. Zudem waren die verschiedenen Farbanstriche derart unsachgemäß durchgeführt worden, dass die feinen Schnitzarbeiten von verkrusteten Farbschichten zugedeckt wurden. Meister Karl Wilhelmy hat das Holz in mühevoller Arbeit von der saekularen Ölkruste befreit, gebeizt, und die Konturen mit anerkennenswerter Zurückhaltung vergoldet, so dass man an diesem Mobiliar ungetrübte Freude haben muß. Die drei Altäre und die übrigen Kirchenmöbel, Prachtstücke spät barocker Landkirchenkunst, stellen in ihrer neuen Fassung eine eindrucksvolle Verbindung zwischen den neuen Bauteilen und der alten Kirche her”.

Einleitung
Das Kirchenmobiliar
Raumatmosphäre
Der Chorraum
Der Zelebrationsaltar
Der Hauptaltar
Die Seitenaltäre
Die Kreuzigungsgruppe
Die Taufkapelle
Die Kanzel
Die Beichtstühle
Die Statue des hl. Johannes Nepomuk
Die Glasmalerien an der Nord- und Südseite
Die Kreuzwegstationen
Die Sakristei
Die liturgischen Gewänder
Der Kirchenschatz
Die Empore und die Orgel


Kreuze und Kapellen

Die Missionskapelle
Die Kirchhofkreuze
Weitere Kreuze und Kapellen


Die Pfarrei

Die Pfarrei

Um das Jahr 983 herrschte in der Diözese Trier eine große Trockenperiode. Die betroffenen Einwohner, darunter auch die aus Mamer, gelobten, jedes Jahr nach Trier zu pilgern, falls ihre Gebete nach Regen erhört würden. Die Pfarrei Mamer liegt in den österreichischen Niederlanden und gehört zur Herrschaft Mersch. In kirchlicher Beziehung gehört sie zum Bistum Trier, Dekanat Luxemburg und ist von keiner anderen Pfarrei abhängig. Sie umfaßt die Ortschaften Mamer, Holzem, Capellen und 5 Mühlen, davon vier im Gaschtgrund und eine zu Holzem. Grundherr für Mamer, Capellen und die vier Mühlen im Gaschtgrund ist der Abt von St. Maximin bei Trier. Schutzvogt für diesen Teil der Pfarrei ist Herr Mohr de Waldt als Besitzer der Herrschaft Mersch. Zehntherren sind die Herren d’Haan, Schauwenburg, Neuveforge und Degenfeldt. “

Der Mamer Zehnt und die Einkünfte der Pfarrer

Die Mamer Pfarrer

Noch 1628 bei der Visitation in dem Archidiakonat Longuyon findet man Spuren dieser fatalen Gesellen (Dorfwahrsager). In Mamer (Luxemburg) trieb ein gewisser Johannes Falck sein Unwesen, und er hatte einem Mann aus Angelsberg bei Mersch, dessen Kind entstellt (vitiatum) war, erklärt, das sei auf Hexen aus der Nachbarschaft zurückzuführen.“

Die Vikare
Geistliche aus Mamer
Die Kirchenfabrik

Vor der französischen Revolution wurde das Vermögen der Kirche von der sogenannten ,,Johannes Baptista Bruderschaft” verwaltet, die ihren Namen von dem Schutzpatron der Mamer Pfarrkirche herleitete. An ihrer Spitze stand der Brudermeister, der alle finanziellen Operationen erledigte. Er lieh Geld an Private gegen ängstlich gesicherte Schuldverschreibungen, verpachtete den Grundbesitz der Kirche, sorgte für Aufrechterhaltung der geschuldeten Renten und kaufte Kirchengeräte, Fahnen usw. Seine Kassenführung mußte er den Zehntherren zur Kontrolle unterbreiten. Der Brudermeister wurde von allen Pfarrangehörigen gewählt. Der Flurname „Bruderfeld” erinnert noch an diese Institution.


Das alte Pfarrhaus

“Im Hause des Gastwirthes N. Pesch und im Pfarrhause blieb es beim Versuche des Einbruchs. Im Pfarrhause wurde der Dieb nämlich durch den Pfarrer selbst verscheucht. Gegen 11 Uhr wurde dieser durch ein unheimliches Geräusch an einer seiner Hausthüren aus dem Schlafe aufgeweckt. Er öffnete das Fenster und erkannte, daß Jemand damit beschäftigt war, die verdeckte Kellerthüre zu erbrechen. Auf das Zurufen des Herrn Pfarrers ergriff der Strolch (eine große Männergestalt) die Flucht.”


Der Kirchengesangverein

Aus der Vereinschronik der Chorale Sainte-Cécile Mamer

Den vor dem Assisenhof am 5. November 1891 verurteilten Einbrechern Nikolas Hubert, Tagelöhner aus Rameldingen und J. B. Hopp, Tagelöhner aus Hostert, verdanken wir die Information, dass im Jahre 1891 der Gesangverein im “Mamer Schloss” untergebracht war, denn sie “eigneten sich bei dem General-Einnehmer und Gutsbesitzer H. Camille François am 20. April 1891 ein Gesangbuch an, welcher das Eigenthum des dortigen Cäcilienvereins war”. Weiter heist es: “Am Morgen (des 21.4.1891) wurden an besagter Stelle ein starkes Brecheisen und ein Liederbuch vorgefunden. Letzteres hatte der Kerl im Gesanglokal des hiesigen Cäcilienvereines zuvor entwendet, dem er gleichfalls einen nächtlichen Besuch abgestattet, und allwo er die Gesangpiecen durcheinandergeworfen.”

1.1 Die Anfänge des Kirchenchores
1.2 Die erste Fahne der Chorale
1.3 Subsidien
1.4 Die erste Orgel
1.5 Die Quellen versiegen

Der zweite Weltkrieg
2.1 Erstes weltliches Konzert
2.2 Die Auflösung des Gesangvereins “Cäcilia”, Mamer
2.3 Die Nachkriegsperiode

Öffnung zum Weltlichen
3.1 Wechsel werden vollzogen
3.1 Ausflüge und Konzerte
3.3 Finanzielles

Die “Entente des chorales Mamer/Cap-Capellen”
4.1 Die neue Orgel und Verdienstmedaillen des Piusverbandes
4.2 Regionale Kooperation
4.3 “Entente des Chorales de Mamer-Cap/Capellen”

Der Zeitraum 1970 bis 1982
5.1 Zu neuen Ufern …
5.2 Die Jahre 1971 und 1972
5.3 Das 90jährige Stiftungsfest (1973)
5.4 Dirigentenwechsel und Nachwuchssorgen (1974)
5.5 Die letzten acht Jahre im Überblick
5.5.1 Konzerte der “Chorale” in Mamer
5.5.2 Auftritte der “Chorale” auswärts
5.5.3 Zu Gast bei der “Chorale”
5.5.4 Ausflüge im In- und Ausland
5.5.5 Veränderungen im Vorstand
5.5.6 Besondere Ereignisse der letzten Jahre

Ausklang

Vorstände und Mitglieder (1983)
150 (?) Jahre „Chorale Sainte-Cécile“ aus Mamer

Über Jos Thiel

Tel.: 00352-621 299 604 info@mambra.lu www.mambra.lu

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